In enger Kooperation zwischen dem Bund und den Bundesländern wird ein gemeinsames Digitalfunknetz in ganz Deutschland aufgebaut und betrieben. Die zentrale Steuerung (Aufbau, der Betrieb und die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des BOS-Digitalfunknetzes) und der Aufbau des Kernnetzes (Backbone im Digitalfunknetz) liegen in der Verantwortung der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) mit Sitz in Berlin. Die BDBOS gewährleistet damit die bundesweite Einheitlichkeit des neuen Funksystems.

Das „Verwaltungsabkommen über die Zusammenarbeit von Bund und Ländern beim Aufbau und Betrieb eines bundesweit einheitlichen Sprech- und Datenfunksystems für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in der Bundesrepublik Deutschland" (kurz: VwA) regelt die Zuständigkeiten und die Kostenverteilung zwischen der BDBOS, dem Bund und den Ländern. Der Bund und die Länder erwerben durch das VwA ein Nutzungsrecht an allen Teilen des Digitalfunks BOS, die durch die BDBOS als funktionsbereit bestätigt worden sind. Die Träger der einzelnen BOS können sich zur Sicherstellung der Kommunikation ihrer Nutzer des Digitalfunks BOS bedienen.

Das BDBOS-Gesetz und die BOS-Funkrichtlinie bestimmen, dass einzelne BOS zur Nutzung des Digitalfunks BOS zugelassen werden müssen.

Die BDBOS regelt in ihrem „Nutzungs- und Betriebshandbuch des Digitalfunks BOS“ (Kurz: NBHB) im Detail alle Vorgaben für die Nutzung und den Betrieb des Digitalfunks BOS. Das NBHB wurde am 12. Dezember 2012 in Kraft gesetzt und wird seitdem laufend fortgeschrieben.

Der Bund und die Länder haben diese Regelungen in ihrem Zuständigkeitsbereich umzusetzen.